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Ausgabe: 17/2013    Medizin und Gesundheit

Übergewichtige Kinder neigen zu Migräne
Bewegungsfreudigen Alltag fördern


sup.- Übergewichtige Kinder haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Migräneattacken im Vergleich zu normalgewichtigen Gleichaltrigen. Diesen Zusammenhang hat eine Untersuchung von israelischen Forschern um Dr. Sarit Ravid von der Neurologischen Abteilung der Kinderklinik in Haifa festgestellt. Sie werteten Daten von 181 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen vier und 18 Jahren aus, die in ihrer Klinik wegen Kopf-schmerzen untersucht und behandelt worden waren. Dabei wurde Migräne signifikant häufiger bei den übergewichtsgefährdeten (60,4 Prozent) und übergewichtigen Kindern (62,4 Prozent) festgestellt, als bei den normalgewichtigen (34 Prozent). Die Diagnose Migräne erhöht das Risiko, übergewichtig zu sein, also auf mehr als das Doppelte. Die israelische Studie bestätigt einmal mehr, dass Übergewicht bei Kindern nicht verharmlost werden sollte. Die beste Präventionsmaßnahme zur Vorbeugung von Übergewicht ist neben ausgewogener Ernährung vor allem ein bewegungsfreudiger Alltag – und das von klein auf: Kinder, die Spaß am Toben, Spielen und Klettern haben, müssen sich um ihr Körpergewicht keine Gedanken machen. Ein aktiver Lebensstil ist die beste Basis für eine ausgeglichene Energiebilanz. Dann macht es auch nichts aus, wenn zwischendurch mal genascht wird. Kinder und Jugendliche, die sich täglich ausreichend bewegen und Sport treiben, sind nicht gefährdet, Übergewicht zu entwickeln. Kids, die es hingegen vorziehen, regelmäßig stundenlang vor Bildschirmen zu hocken, haben ein hohes Risiko für eine unausgewogene Energiebilanz. Weitere Informationen zur Bedeutung von körperlicher Aktivität finden Eltern z. B. auf dem mehrsprachigen Ratgeber-Portal www.komm-in-schwung.de.
Foto: Fotolia (No. 4908)